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Tapete schafft Gemütlichkeit, Wohnlichkeit und Atmosphäre

Tapeten sind nicht mehr wegzudenken aus unserem Leben. Es wird ja auch immer interessanter und schöner, mit Tapeten ein ganz neues zu Hause zu erleben. Tapeten sind auch nicht mehr nur ein Saubermacher, sie sind Dekoration und Rahmen für unsere Räume.





Tapeten im Wandel der Zeit

Schon in der Antike haben die Menschen die eigenen vier Wände geschmückt, dekoriert, gestrichen oder mit Mustern bemalt, mit Mosaiken und Fresken verschönert und häufig mit Gold veredelt.

Wandteppiche und Ledertapeten

Im Mittelalter fanden Fürsten, Könige und hohe Würdenträger die nackten Wände aus Bruchstein wohl auch kalt und ungemütlich. Mit farbenfrohen, wundervoll gemusterten Wandteppichen, auch „Türkische Tapeten“ genannt, wurden sie bedeckt. Muster im Barockstil, persische Muster wie sie auch heute noch bei Teppichen zu finden sind, bildliche Darstellungen, Jagdszenen und Turnierkämpfe zeugen von der hohen Kunst der Weber. Die Herstellung war sehr aufwendig und zeitintensiv. Der Facettenreichtum und die beeindruckende Farbgestaltung sind an überlieferten Originalen noch zu bewundern.
Diese wertvollen Gobelins wurden auf Reisen von Schloss zu Schloss mitgenommen. Die ersten Ledertapeten, geprägt und teilweise vergoldet brachten die Mauren mit nach Spanien und von dort nach Italien und Frankreich. Im 14. Jahrhundert kamen aus Italien die ersten Wandbeläge aus Stoff in brillanten Farben mit den beliebten mythologischen und religiösen Szenen.

Fernöstliche Tapeten

Exotische Kostbarkeiten waren die chinesischen Tapeten, die von Hand auf Seide oder Pergament gemalt wurden. Diese handgemalten Tapeten kamen im 16. Jahrhundert nach Europa. Sie waren außerordentlich teuer und blieben lange Zeit dem Hochadel vorbehalten. Die chinesischen Tapeten, genannt die Chinoiserie, umfassen im Design drei große Themenkreise. Der wichtigste Typus ist die florale Tapete mit blühenden Bäumen, Insekten und Vögel.
Ebenfalls dargestellt wurden Landschaften aus Bergen, Flüssen und Seen, aus Felsen und Sträuchern. Der dritte große Themenkreis stellt das Alltagsleben der Menschen dar.
Diese handgemalten Tapeten kamen im 16. Jahrhundert nach Europa. Sie waren außerordentlich teuer und blieben lange Zeit dem Hochadel vorbehalten.

Der Leimdruck, eines der ältesten Druckverfahren

Vom der Handmalerei bis zum derzeitigen Rotationsdruck hat sich die Tapetenherstellung stufenweise entwickelt. Die ersten Papiertapeten bestanden aus Bogen, die von Hand bedruckt oder schabloniert wurden.
Der Handmodel Druck war ein fast „technischer“ Vorgang der Tapetenherstellung, der aus heutiger Sicht unvorstellbar ist. In ein Model aus Hartholz wurden die einzelnen Motive mit Messingstreifen in das Holz eingesetzt und mit Filz ausgefüllt. Für jede Farbe wurde ein Model benötigt, auch jeder Farbverlauf oder jede Farbschattierung machte ein Model erforderlich. Mehrere Druckvorgänge waren erforderlich, da jedes Model ähnlich einem Stempel nebeneinander auf die Papierbahn aufgebracht werden musste.Mit jeder neuen Farbe wurde wieder am Anfang der Papierbahn begonnen.Die so hergestellten Tapeten waren sehr arbeitsintensiv. In der Regel wurden bis zu 100 Model für eine Mustertapete benötigt, für ein großes Wandbild sogar bis zu 1000 Stück.
Mit der industriellen Herstellung von Leimdruck Tapeten wurden diese auch für den Normalverbraucher erschwinglich. Über 120 Jahre dominierte der Leimdruck die Tapetenherstellung. Auf riesigen Trommeln konnten bis zu 24 Farben gleichzeitig gedruckt werden. Auch hier wurde noch für jede Farbe eine Druckwalze benötigt. Im Leimdruck wird nass in nass ohne Zwischentrocknung gedruckt. Durch das leichte ineinanderlaufen der Farben entsteht das charakteristische Druckbild. Da die Anzahl der Druckzylinder begrenzt ist, konnten künstlerisch so wertvolle Drucke wie Wandbilder mit diesem Verfahren nicht hergestellt werden.

Neue Technologien um schneller zu produzieren

In den 60er und Anfang der 70er Jahren wurde auf Druckverfahren wie den Flexodruck, den Siebdruck, den Tiefdruck und auf die Prägung zurück gegriffen.

Der Flexodruck ist genau wie der Leimdruck ein Hochdruckverfahren, allerdings sind hier die Druckzylinder aus Kunststoff, die Motive werden hochstehend gefräst. Gedruckt wird mit niedrig pastösen, Wasser basierenden oder Lösungsmittelhaltigen Spezialfarben, die später auch scheuerfest Eigenschaften hatten.

Der Tiefdruck ist das Gegenstück zum Flexodruck, hier drucken die vertieften, winzigen Rasternäpfchen, die mit Farbe gefüllt sind. Die überschüssige Farbe wird mit einem Rakel abgestrichen und die Farbe aus den Rasternäpfchen unter Druck auf die Papier- oder die Vliesbahn gebracht. Die Tiefdruckfarbe ist sehr dünnflüssig, sie kann auf der Basis von Wasser oder von Lösungsmitteln hergestellt werden. Der Tiefdruck ermöglicht sehr feine und vor allem scharf abgegrenzte Umsetzung der Muster. Die Zwischentrocknung gestattet auch Farbverläufe und das Drucken mehrerer Farben übereinander.

Im Siebdruck wird mit einem perforierten Rundsieb gedruckt. Die pastöse Farbe oder das Vinyl wird in den Zylinder gegeben und durch die Löcher des Siebes gedrückt und so auf die Oberfläche des Druckträgers gebracht. Die Schablonen werden direkt von der Vorlage mit Laser graviert. Je nach Trockentemperatur und der Zusammensetzung der Paste kann diese aufgeschäumt oder flach gehalten werden. Die sogenannten PVC-Schaum Tapeten werde fast ausschließlich im Siebdruck hergestellt.

Flachvinyl Tapeten oder Satin Tapeten haben wir den Heißprägeanlagen zu verdanken - im Rapport oder wild geprägt. Der Glanz und die Lichtbrechung, die durch gegenläufige Haschuren entstehen sind in der Technologie der Gravour begründet.

Verhältnismäßig jung ist der Digitaldruck, er steckt noch in den Kinderschuhen. Als Digitaldruck wird eine Gruppe von Druckverfahren bezeichnet bei denen das Druckbild direkt vom Computer in die Druckmaschine übertragen wird. Verwendet werden Latex Tinten, die eine hervorragende Bildqualität garantieren. In der Tapetenbranche wird der Digitaldruck vor allem für Fototapeten, Wandbilder, Wandtatoos und Bordüren eingesetzt. Vereinzelt werden auch Tapeten mit einem vom Kunden gewünschtem Motiv hergestellt. Die Vorteile des Digitaldruckes ist die Möglichkeit kleine Losgrößen zu produzieren und die beeindruckende Bildqualität.

Neue Materialien lassen sehr hochwertige Tapeten entstehen

Ganz auf Effekte wird mit einer Vielzahl neu verwendeter Materialien gesetzt. Technologen und Designer in der Tapetenbranche kennen keine Grenzen, sie sind unglaublich kreativ.
Mit Velour, dem samtartig weichem Material sind elegante Designs in bezaubernder Optik und Haptik in vielen Kollektionen zu finden.
Metallfolien mit oder ohne Oxidationsstellen vermitteln dem Betrachter ein wertvolles, fast antikes Stück Tapete an der Wand zu haben.
Auf Kristalle, Glasperlen, Strasssteine oder Granulate kann im Hochwertsortimenten kaum noch verzichtet werden. Sie sind aber auch ein beeindruckendes Material mit den Effekten der Lichtbrechung und dem edlen Schimmer.
Halogenfolien werden erst sehr verhalten eingesetzt, denn sie sind noch teuer. Der Effekt der changierenden Farben und der dezente Glanz werden mit fortschreitender Entwicklung auch bald "in" und vor allem erschwinglicher sein.
Bambus, Kork, Furnierholz, Bananenrinde, Sandstein, Japangras und sicher hat die Natur noch mehr für unsere Wände zu bieten. Diese Tapeten strahlen einen besonderen Charme aus, bringen sie doch das Gefühl von Wärme in den Raum.
Stofftapete, edel und elegant, ist begehrt wie nie zuvor. Seide, Jacquard, bedruckte Kettfäden oder ganz Uni, die Stofftapete ist wieder da.
Auch die Qualitäten und die Gebrauchseigenschaften haben deutlich nachgezogen. So sind aus Wandteppichen wunderschöne Tapeten geworden.

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