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Tapeten mit Muster sehen zwar schick aus, doch viele haben Angst, Mustertapeten zu tapezieren. Dabei ist es gar nicht so schwer, wie es auf den ersten Blick scheint. Einmal richtig zugeschnitten lassen sich die Tapeten genauso leicht tapezieren wie einfarbige Tapeten. Dabei setzen die Tapeten außergewöhnliche Akzente, können die Raumproportionen vorteilhaft beeinflussen und sind ein toller Background für dezente Möbel und klassische Einrichtungsstile.

Tapeten ohne Muster – gibt es das?

Wenn man es ganz genau nimmt, gibt es keine Tapeten ohne Musterversatz. Tapeten werden im Prägeverfahren oder Rotationsdruck hergestellt. Auch bei Uni-Tapeten kommt so die Farbe auf das Trägermaterial. Mit jeder Umdrehung der Druckwalze wiederholt sich der Abdruck auf dem Träger. Es haben also auch einfarbige Tapeten einen Musterversatz – nur sehen Sie diesen eben nicht so sehr und müssen deshalb auch keinen Versatz beachten. Eine wirklich ansatzfreie Tapete gibt es aber eben nicht. Der Ansatz fällt nur bei ansatzfreien Tapeten nicht auf.

Versatz von Tapeten – welche gibt es?

Mustertapeten werden mit versetzten oder mit geradem Rapport hergestellt. Das ist vom Muster abhängig. Beim geraden Versatz oder Rapport liegt der Musterschnitt rechts wie links auf der gleichen Höhe. Auf jeder Tapetenrolle ist das Maß für den Rapport angegeben. Beim versetzten Rapport liegt auf der einen Seite der Musterschnitt in der Mitte von zwei Musterschnitten der anderen Seite. Sie müssen also das Muster um die auf der Rolle angegebenen Zentimeter versetzen. Beim versetzten Rapport finden Sie meist zwei Angaben: die Länge des Rapports insgesamt und die Länge, um welche das Muster verschoben werden muss.

Auf dem Einleger der Tapete ist auch der Musterrapport angegeben. Gekennzeichnet ist der gerade Versatz mit zwei Pfeilen in gleicher Höhe, der versetzte Rapport mit zwei Pfeilen auf unterschiedlicher Höhe und eine Tapete ohne Ansatz mit einem Pfeil und einer Null auf gleicher Höhe. Große Ornamente und geometrische Formen lassen sich leicht auf einer Mustertapete erkennen und können danach zugeschnitten werden. Übrigens gibt es keinen festen Rapport. Es gibt ganz kleine Rapporte von zwei Zentimetern, aber auch große Rapporte von 60 und mehr Zentimetern.

So schneiden Sie Mustertapeten mit Rapport zu

Einmal richtig zugeschnitten, ist das Tapezieren von Mustertapeten eigentlich keine Kunst mehr. Schneiden Sie die erste Bahn ganz normal zu. Die Bahn soll die Länge der Raumhöhe plus 10 Zentimeter haben. Die zusätzlichen zehn Zentimeter sind dafür vorgesehen, um Unebenheiten bei Decke und Fußboden auszugleichen.

Bei Tapeten ohne Versatz können Sie die nächste Bahn einfach auf die erste Bahn legen und in der gleichen Länge zuschneiden.

Bei Tapeten mit geradem Rapport suchen Sie sich einen markanten Musterschnitt und legen Muster auf Muster. Dabei müssen Sie natürlich die Länge der ersten Bahn einhalten.

Bei Tapeten mit versetzten Rapport ist das Muster immer um die Länge des halben Rapports verschoben. Beim Zuschneiden werden die 1 – 3 – 5 - …. gleich zugeschnitten. Ebenso die 2 – 4 – 6 - … Bahn. Suchen Sie sich einfach auf einer Tapetenseite zwei gleiche Musterstücke (den Rapport). Das passende Gegenstück liegt nun in der Mitte des Rapports auf der anderen Tapetenseite. Vergessen Sie auch dabei nicht, zehn Zentimeter als Reserve zuzugeben. Sie können ganz einfach durch Anlegen der Bahnen prüfen, ob Sie richtig zugeschnitten haben. Haben Sie die Bahnen richtig zugeschnitten, können Sie ganz normal tapezieren. Sie müssen beim Tapezieren lediglich darauf achten, dass die Muster zusammenpassen.

So können Sie Tapeten sparen

Verwenden Sie beim Zuschneiden zwei Tapetenrollen. Schneiden Sie die Bahnen 1, 3, 5, … mit der einen Rolle zu und die Bahnen 2, 4, 6, … mit der anderen Rolle. So sparen Sie einiges an Tapeten und haben nicht so viel Verschnitt, den Sie wegwerfen müssen.

Besonderheit: Gestürzt kleben!

Gestürzt kleben ist keine Art von Rapport. Diese Verarbeitungsform kommt vor allem bei Tapeten aus Naturmaterialien vor. Beim gestürzt Kleben wird jede zweite Bahn auf den Kopf gestellt. Dadurch entsteht eine natürliche Struktur.

Tapeten kaufen – messen Sie lieber einmal mehr

Planen Sie beim Kauf von Mustertapeten unbedingt den Verschnitt mit ein, damit Sie ausreichend Tapeten von einer Anfertigungsnummer haben. Die Anfertigungsnummer oder Batch-Nummer ist entscheidend, denn nur so können Sie sicher sein, dass keine Farbunterschiede auftreten. Die Nummer gibt an, dass alle Tapetenrollen aus einem Produktionsdurchlauf stammen.

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